O*klatsch* A *klatsch* SE – „Oase des gemeinsamen Lebens" in Annaberg-Buchholz

In der ersten Winterferienwoche machten sich ca. 40 Konfirmanden des Kirchenbezirks Leisnig-Oschatz auf ins erzgebirgische Annaberg-Buchholz um dort mit etwa 40 Mitarbeitern die „Oase des gemeinsamen Lebens" zu verbringen. Schon am Freitag, den 15.02.2019 kam ein Großteil der Mitarbeiter in Annaberg zusammen, um die Räumlichkeiten für die Konfis vorzubereiten. Zentraler Ort dieser Woche sollte das „Haus der Hoffnung" werden. Quartiere für die 80 Teilnehmer wurden in diesem Haus und leerstehenden Wohnungen eines Nachbarwohnblocks eingerichtet.

Begrüßt von lauten O-A-SE – Rufen, erreichte der Bus mit den Konfis nach ungefähr 1,5-stündiger Fahrt am Samstagnachmittag die Bergstadt Annaberg-Buchholz. Nach kurzer Einführung wurden erstmal die Unterkünfte verteilt. Meist teilten sich etwa 8 Personen eine Wohnung oder ein Zimmer. Den ersten Abend verbrachten wir in einer nahegelegenen Turnhalle. Hier hatte die JG Roßwein einen Kennenlern-Abend organisiert. Mit verschieden Spielen lernten sich die Kleingruppen, auf welche die Konfis und Mitarbeiter verteilt wurden, erst einmal kennen. Diese Kleingruppen werden bei der Oase auch „Familien" genannt.

Nach dem Frühstück am Sonntag feierten wir gemeinsam mit der Ortsgemeinde Gottesdienst in der Kapelle im „Haus der Hoffnung". Im Anschluss daran ging es ins Adam-Ries-Pflegeheim zum Mittagessen. Nach kurzer Verschnaufpause machten sich die Oasenfamilien auf zum Geländespiel, welches die JG Pappendorf für uns vorbereitet hatte. Hier galt es verschiedene Rätsel zu lösen, um QR-Codes zu gewinnen, welche den Weg zur nächsten Station weisen. Somit entstand eine „Schnitzeljagd" quer durch die Annaberger Altstadt. Am Abend des ersten vollständigen Rüstzeittages lernten wir unsere Annaberger Gastfamilien kennen. Diese öffneten uns die Türen, sodass die Oasenfamilien die Vormittage gemeinsam mit ihnen verbringen konnten.

Der Montag war der erste Tag mit „normalem" Ablauf. Der Tag begann mit einem Gottesdienst, so wie es jeden Morgen auf Oase üblich ist. Im Anschluss machten wir uns auf zu den Gastfamilien um dort als Familie zu frühstücken. Frisch gestärkt lasen wir gemeinsam den Bibeltext für den Tag und tauschten uns rege darüber aus. Nach dieser Runde machten wir uns auf zum Mittagessen. Am frühen Nachmittag fanden diverse Workshops statt. Von kreativ bis sportlich war für jeden etwas dabei. Neben Fußball, Kerzen ziehen und häkeln war auch ein Besuch des Kirchturmes der St. Annenkirche möglich. Vor dem Abendbrot machten wir uns auf zum Kreuzweg. Wir trugen ein schweres Holzkreuz durch Annaberg und machten uns an den verschiedenen Kirchen die einzelnen Stationen auf dem Leidensweg Jesu bis zum Kreuz bewusst. Die gesamte Strecke legten wir schweigend zurück. Abends gab eine Mitarbeiterin Zeugnis. Sehr interessiert lauschten die Konfis den Erzählungen von ihrem Missionseinsatz in Papua-Neuguinea.

Der Dienstag stand im Zeichen von Spaß und Entspannung. Nach dem bekannten Morgenablauf mit Gottesdienst und Familienzeit machten wir uns auf ins Freizeitbad Greifensteine nach Geyer. Hier trafen wir zufällig auf eine andere Rüstzeitgruppe. Kurzerhand wurde ein kleines Spiel ausgetragen, welches wir natürlich gewannen. Abschluss dieses Tages bildete der bunte Abend, den die JG Hainichen ausgestaltete. Es wurde ein Theaterstück gespielt, bei dem das Publikum mitentscheiden konnte, wie es ausgehen sollte.

Am Mittwoch war schon der letzte vollständige Rüstzeittag angebrochen. Nach Gottesdienst und Zeit in den Familien, war noch einmal Zeit sich den Workshops zu widmen. Im Anschluss daran wurde es still. Der Nachmittag der Stille stand an. In verschiedenen Stationen konnte jeder persönlich über sein Leben mit Gott nachdenken. Auch standen Mitarbeiter für Seelsorgegespräche bereit. Am Abend fand dann der Lob- und Dankabend an. Zu Beginn des Abends gingen wir mit Kerzen hinaus in die Stadt, um für Annaberg zu beten. Danach gingen wir über in eine Zeit des Lobpreises über. Währenddessen gaben Teilnehmer Zeugnis, was sie schon in ihrem Leben mit Gott erlebt haben, oder was für sie besonders in der Woche war. Zum Abschluss bestand noch die Möglichkeit sich segnen zu lassen. So war dieser Tag der emotionalste der Woche.

Am Donnerstag war schon der letzte Tag der Oase angebrochen. Nach dem Morgengottesdienst und dem letzten Vormittag bei der Gastfamilie hieß es dann schon wieder packen. 14 Uhr stand der Bus wieder bereit, um die jungen Leute wieder nach Hause zu bringen.

Am Ende dieser großartigen Rüstzeit bleibt uns noch Danke zu sagen. Danke an alle Organisatoren. Danke an die Kirchgemeinde „Haus der Hoffnung" Annaberg. Danke an alle Gastgeber, die uns ihre Türen geöffnet haben. Danke an Matthias Bittersmann, der unser Ansprechpartner in Annaberg war. Danke an alle Mitarbeiter und Konfis. Und das größte Dankeschön an unseren Himmlischen Vater.

 

Anna Maria Schmidt

Anna-Maria Schmidt ist gelernte Krankenschwester, wohnt in Thum-Jahnsbach und ist seit vielen Jahren Mitarbeiterin bei Oasen und dem Jugendfestival Bietz im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz.